Rauchmelder

"Allein durch batteriebetriebene Rauchmelder in Häusern und Wohnungen könnte die Zahl der Brandtoten von derzeit jährlich 600 bis 800 Menschen um mindestens ein Drittel gesenkt werden", erklärt Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehr- verbandes. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Anzahl von Rauchmeldern ganz weit hinten: Nur 7 Prozent der Privathaushalte sind mit Rauchmeldern ausgestattet, in den USA sind es 90 Prozent (vgl. "Beraterhandbuch", siehe Adressen und Links). Dabei warnt der Rauchmelder genau dann, wenn es brenzlig wird: in den kritischen Minuten, die Leben retten können.

"Die gefährlichsten Mythen"
Durch gravierende Fehleinschätzungen und Selbstüberschätzungen kommt es häufiger zu Brandtoten und schweren Verletzungen als notwendig. Umfragen, die im Auftrag von Verbänden rund um Feuerwehr, Versicherung und der Elektroindustrie geführt wurden, haben ergeben, dass folgende "Mythen" besonders verbreitet sind:

Mir bleibt genug Zeit, um das Haus zu verlassen.
Falsch - um aus den brennenden vier Wänden zu kommen, bleiben keine zehn, sondern durchschnittlich maximal vier Minuten, wobei eine Rauchvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein kann.

Die Hitze, bzw. meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich wecken.
Schwierig - besonders nachts, und 70 Prozent der deutschen Brandopfer verunglücken in der Nacht zu Hause. Innerhalb von zwei Minuten müssten Sie bzw. Ihre Nachbarn aufwachen, sie wecken und gleichzeitig um Hilfe rufen. Auch für Hund und Katze wird es eng, falls sie nicht im selben Zimmer wie Sie schlafen.

Da ich vorsichtig bin, wird mir nichts passieren.
Irrtum - Ursache für einen Brand sind häufig elektrische Defekte. Auch Fremdverschulden wie Brandstiftung oder ein Feuer im Nachbarhaus kann man nicht einkalkulieren.

Unser Haus ist aus Stein gebaut. Da brennt nichts.

Stimmt - aber Ihre Teppiche, Gardinen und Möbel brennen, und zwar so sehr, dass sie eine tödliche Rauchvergiftung erzeugen können.

Ich brauche keinen Rauchmelder.

Ein Rauchmelder hilft in den kritischen Sekunden und ist eine kostengünstige Investition.


Beraterhandbuch.pdf
  [ca. 700KB] (Quelle:Landesfeuerwehrverband )